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Mietmängel und die Möglichkeit der Mietminderung

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Warmwasserausfall im Winter (totaler)

LG Berlin, Urteil vom 20.10.1992 - 65 S 70/92, WM 1993, S. 185 (Totaler Warmwasserausfall von September bis Februar; Eine Wohnung ohne Gas für Heizung, Herd und Warmwasser ist für die Zeit ab Beginn der Heizperiode in ihrem Gebrauchswert vollständig gemindert.).

100 %

Warmwasserversorgung (Ausfall)

und Entzug des Kellers.

AG Darmstadt, Urteil vom 03.12.1981 - 30 C 3374/81, WM 1983, S. 151.

30 %

Warmwasserversorgung (Ausfall)

LG Berlin, WM 1955, S. 134.

AG Münster, WM 1981, S. U 22.

10 %

Warmwasserversorgung (mangelhaft)

Wenn die Warmwasserversorgung nicht funktioniert und das Wasser erst nach längerer Auslaufzeit warm wird und sich des öfteren leicht rostig verfärbt, ist eine Mietminderung von 10 % gerechtfertigt.

Kreisgericht Görlitz, Urteil vom 29.12.1992 - 7 C 372/92.

10 %

Warmwasserversorgung (mangelhaft)

OLG Frankfurt, Urteil vom 05.03.1971 - 3 U 142/70, WM 1972, S. 42.

AG München, Urteil vom 15.07.1987 - 203 C 4133/87, WM 1987, S. 382 (Der Vermieter muss eine Warmwasserversorgungsanlage das ganze Jahr über Tag und Nacht in Betrieb halten.).

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Warmwasserboiler (verkalkt)

Ist der Warmwasserboiler verkalkt und heizt deshalb nicht, so dass der Mieter in einer öffentlichen Badeanstalt duschen muss, hat der Vermieter die dafür anfallenden Kosten (Fahrgeld und Eintrittsgeld) zu bezahlen.

LG Kassel, Urteil vom 12.10.1978 - 1 S 89/78, WM 1979, S. 51.

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Warmwasserversorgung (nur 40 Grad warm)

Ein erheblicher Mangel liegt nicht vor, wenn das Warmwasser nur 40 bzw. 43 Grad Celsius beträgt oder aufgrund von Wartungsarbeiten (kurzzeitig) ganz ausfällt.

LG Hamburg, Urteil vom 13.07.1978 - 7 S 66/78, WM 1978, S. 242.

0 %