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Mietmängel und die Möglichkeit der Mietminderung

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Teppichboden (Überschwemmungsschaden)

Ein durch einen "Jahrhundertregen" verursachter Überschwemmungsschaden am Teppichboden, durch den die Wohnqualität wegen Durchfeuchtung, Versandung und unerträglichem Gestank für die Dauer von 2 bis 3 Wochen beeinträchtigt wird, berechtigt den Mieter zu einer Mietminderung von 80% der Miete.

AG Friedberg (Hessen), Urteil vom 06.07.1983 - C 389/82, WM 1984, S. 198.

80 %

Teppichboden (Durchfeuchtung)

Erhebliche Feuchtigkeit und Nässe in der angemieteten Wohnung (Durchfeuchtung eines Teppichbodens, Tropfwasser durch eine Zimmerdecke) berechtigen zu einer Minderung von mindestens 50%.

AG Leverkusen, Urteil vom 18.04.1979 - 23 C 471/76, WM 1980, S. 163.

50 %

Teppichboden (Stolpergefahr)

Teppichboden im Alten- und Pflegeheim hat sich abgelöst, so dass eine Stolpergefahr besteht.

OLG Celle, WM 1995, S. 584 = ZMR 1995, S. 205.

15 %

Teppichboden (Stolpergefahr)

Der Teppichboden hat sich in der Diele, im Schlaf- und Kinderzimmer vom Boden abgelöst. Infolge der Ablösung war das Begehen der Wohnung erschwert und es bestand Gefahr für die Gesundheit der in der Wohnung befindlichen Personen durch Stolpern.

AG Köln, Urteil vom 30.01.1987 - 221 C 294/86, WM 1988, S. 108 (4,65 % entsprechen im vorliegenden Fall 50,- DM).

4,65 %