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Mietmängel und die Möglichkeit der Mietminderung

F

Fenster

Die Fenster sind im schlechten Zustand und deshalb luftdurchlässig und schwer schließbar.

AG Münster, Urteil vom 20.07.1982 - 3 C 20/82, WM 1982, S. 254

10 %

Fenster

Der Zustand des Fensters, durch das ungehindert in ein Haus eingedrungen werden kann, rechtfertigt eine Minderung von 10%.

AG Bergisch Gladbach, Urteil vom 14.12.1977 - 16 C 696/76, WM 1980, S. 17.

10 %

Fenster (aus Aluminium)

Die Fenster isolieren schlecht und sind luftdicht. Mieter muss mehr heizen und öfter lüften.

AG Emden, NJW-RR 1989, S. 523.

15 %

Fenster (blinde Doppelfenster)

LG Darmstadt, Urteil vom 04.04.1984 - 7 S 397/83,WM 1985, S. 22 = WM 1985, S. 260.

10 %

Fenster (blinde Thermoscheiben)

KreisG Görlitz, Urteil vom 16.12.1992 - 7 C 0371/92 (rostiges Wasser 13 % + blinde Thermoscheiben 5 % + undichte Fenster 7 % = 25 %);

KreisG Döbeln, WM 1992, S. 535.

5 %

Fenster (Trübung)

Trübung einer Isolierglasscheibe im Wohnzimmer.

AG Miesbach, Urteil vom 30.10.1984 - 3 C 585/84, WM 1985, S. 260.

1 %

Fenster (Trübung)

Trübung einer Isolierglasscheibe in der Küche.

AG Miesbach, Urteil vom 30.10.1984 - 3 C 585/84, WM 1985, S. 260.

0,5 %

Fenster (undicht)

Undichte Fenster, die zu Zugluft in den Räumen, zu Wärmeverlusten und damit zur Verschwendung von Heizenergie führen, stellen einen Mangel der Mietwohnung dar.

AG Hamburg, Urteil vom 07.10.1986 - 47 C 2059/85, WM 1987, S. 271.

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Fenster (undicht)

Undichtigkeit aller Fenster einer Wohnung und die damit verbundene Feuchtigkeit

AG Leverkusen, Urteil vom 25.09.1980 - 28 C 215/80 Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 49;

AG Leverkusen, Urteil vom 18.04.1979 - 23 C 471/76, WM 1980, S. 163 (Durchfeuchtung eines Teppichbodens, Tropfwasser durch eine Zimmerdecke).

50 %

Fenster (undicht)

LG Berlin, Urteil vom 20.05.1994 - 63 S 39/94, WM 1994, S. 464.

LG Hannover, Urteil vom 27.09.1978, ZMR 1979, S. 47 (Durch undichte Fenster und daraus resultierende Feuchtigkeit ist eine Küchenwand z.T. schwarz geworden.).

LG Kassel, Urteil vom 30.07.1987 - 1 S 274/84, WM 1988, S. 108 (Minderung des Mietzinses wegen Zugluft).

20 %

Fenster (undicht)

Fenster und Haustür undicht, was zu Zugluft und Feuchtigkeit führt.

AG München, Urteil vom 24.05.1985 - 25 C 9566/84.

10 %

Fenster (undicht)

Kreisgericht Görlitz, Urteil vom 16.12.1992 - 7 C 0371/92 (rostiges Wasser 13 % + blinde Thermoscheiben 5 % + undichte Fenster 7 % = 25 %).

7 %

Fenster (undicht)

Undichte Doppelfenster, die wegen eindringender Feuchtigkeit beschlagen.

AG Köln, Urteil vom 11.07.1979 - 152 C 1013/78, WM 1981, S. 283.

6 %

Fenster (undicht)

Undichte Fenster mit geringen Nässeschäden im Fensterbereich.

LG Berlin, Urteil vom 18.03.1982 - 61 S 437/81, GE 1982, S. 527 = MDR 1982, S. 671 = WM 1982, S. 184 (Fenster schließen nicht dicht, bei Schrägstellung dringt Wasser ein);

AG Kassel, Urteil vom 14.07.1993 - 802 C 2502/92, WM 1993, S. 607 (Blinde, feuchtigkeitsbeschlagene Isolierglasscheiben rechtfertigen eine Mietminderung von 5 % je Fenster).

AG Münster, Urteil vom 20.07.1982 - 3 C 20/82, WM 1982, S. 254 (Fenster sind im Sommer im schlechten Zustand und deshalb luftdurchlässig und schwer verschließbar).

5 %

Fenster (undicht und nicht ohne weiteres zu schließen)

Nicht vollständig gegen Zugluft und eindringende Feuchtigkeit schützende Fenster sind mangelhaft. Ein weiterer Mangel liegt darin, dass das Küchenfenster nicht ohne weiteres zu schließen ist. Es kommt nicht darauf an, ob sich die vorhandenen Fenster durch weitere Sanierungsmaßnahmen in einen besseren Zustand versetzen ließen oder nicht. Wenn eine Sanierung der alten Fenster nicht möglich ist, muss zur Mängelbeseitigung zum Einbau anderer Fenster geschritten werden.

AG Gelsenkirchen, Urteil vom 29.06.1984 - 3 C 251/84, WM 1985, S. 259.

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Fenster (undicht)

AG Münster, WM 1989, S. 235 (Luftaustausch ist normal. Es stellt keinen Mangel dar, wenn die Holzfenster nicht abgedichtet sind.)

AG Steinfurt, Az.: 4 C 484/95 (Bei Altbauten verhindert ein Luftzug die Schimmelpilzbildung. Eine Minderung kommt deshalb nicht in Betracht.).

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